Das schweizweite Finanzmagazin
Einkommensausfall bei Selbstständigen: Die unterschätzte Risikolücke schliessen
Versicherungen & Vorsorge

Einkommensausfall bei Selbstständigen: Die unterschätzte Risikolücke schliessen

Zurück zu Versicherungen & Vorsorge
Teilen:

Ein Bandscheibenvorfall oder eine schwere Grippe kann Selbstständige in der Schweiz schnell in existenzielle Nöte stürzen. Eine private Einkommensausfallversicherung schützt günstig und effektiv.

Stellen Sie sich vor, Ihr bester Kunde kündigt heute den Auftrag – und morgen können Sie nicht mehr arbeiten. Ein Bandscheibenvorfall, eine schwere Grippe oder ein psychischer Zusammenbruch: Bei Selbstständigen in der Schweiz reicht oft schon ein einziger Monat Arbeitsunfähigkeit, um die Existenz zu gefährden. Denn anders als Angestellte haben Sie keinen Arbeitgeber, der Lohn fortzahlt, und die staatliche Vorsorge ist ein Tropfen auf den heissen Stein. Die IV zahlt im Schnitt gerade einmal 1.455 Franken pro Monat (Stand 2023) – für viele Freiberufler, Einzelunternehmer oder KMU-Inhaber in Zürich, Bern oder Basel ein Bruchteil der monatlichen Fixkosten. Warum also dieses Risiko ignorieren? Ich zeige Ihnen, wie Sie die unterschätzte Risikolücke mit einer privaten Einkommensausfallversicherung schliessen können – und das oft für weniger als 100 Franken im Monat.

1. Warum die AHV/IV nicht reicht – und was Sie wirklich schützt

income loss self-employed Switzerland

Die staatliche Vorsorge in der Schweiz ist für Selbstständige eine trügerische Sicherheit. Die Invalidenversicherung (IV) zahlt im Durchschnitt 1.455 Franken pro Monat. Das ist weit unter dem Existenzminimum vieler Selbstständiger: Allein die Miete für eine 3-Zimmer-Wohnung in Zürich liegt bei über 2.000 Franken, die Krankenkassenprämie bei 500 Franken – da bleibt nichts für Lebensmittel, geschweige denn für Geschäftsausgaben. Zudem sind Sie als Selbstständiger nicht automatisch gegen Unfall versichert: Das Unfallversicherungsgesetz (UVG) gilt nur für Angestellte. Die obligatorische Unfallversicherung des Bundes deckt bei Selbstständigen nur ein Minimum – und das auch nur, wenn Sie sich freiwillig versichern. Die Folge: Bei einem Unfall oder einer Krankheit stehen Sie ohne Einkommen da, oft monatelang.

Was also schützt wirklich? Eine private Einkommensausfallversicherung (auch Krankentaggeldversicherung genannt) sichert bis zu 80 % Ihres letzten Einkommens ab – bei Unfall, Krankheit oder Invalidität. Die monatliche Prämie liegt je nach Beruf, Alter und gewünschtem Leistungsumfang zwischen 50 und 200 Franken. Für einen IT-Unternehmer aus Bern mit 150 Franken Taggeldern sind es oft unter 100 Franken pro Monat. Im Schadenfall erhalten Sie ab dem 31. Tag der Arbeitsunfähigkeit (oder früher, je nach Wartefrist) ein festes Tagegeld – monatelang, bis Sie wieder arbeiten können.

Die IV als Basis – aber nur eine dünne

Die IV ist für schwerste, dauerhafte Invalidität gedacht. Sie zahlt erst nach einer Wartezeit von meist über einem Jahr und nur bei einer Erwerbsunfähigkeit von mindestens 40 %. Kurze Ausfälle von Wochen oder Monaten bleiben völlig ungedeckt. Für Selbstständige, deren Einkommen oft stark schwankt, ist das ein fatales Loch.

2. Was ist eine Einkommensausfallversicherung? Die Grundlagen

Eine Einkommensausfallversicherung ist ein privater Vertrag, der Ihnen bei Unfall, Krankheit oder Invalidität ein vereinbartes Tagegeld auszahlt – in der Regel bis zu 720 Tage oder länger. Anders als die berufliche Vorsorge (BVG) oder die UVG deckt sie auch Krankheit ab, die bei Selbstständigen die häufigste Ursache für Arbeitsausfälle ist (laut BFS rund 75 % der Fälle). Die Prämie richtet sich nach Ihrem Beruf (Risikoklasse), Ihrem Gesundheitszustand und dem gewünschten Taggeldsatz. Typisch sind 100, 150 oder 200 Franken pro Tag.

Die Versicherung greift nach einer Wartefrist (z. B. 30, 60 oder 90 Tage). Je kürzer die Wartezeit, desto höher die Prämie, aber desto schneller fliessen die Gelder. Die Leistungsdauer beträgt meist 720 Tage, kann aber auf 1.080 oder sogar 1.500 Tage verlängert werden – sinnvoll bei schweren Erkrankungen wie Krebs. Wichtig: Die Police zählt nicht nur bei vollständiger Invalidität, sondern auch bei Teilinvalidität oder vorübergehender Arbeitsunfähigkeit. Und sie ist steuerlich abzugsfähig: Prämien für private Erwerbsausfallversicherungen können Sie vom Einkommen abziehen.

Der Unterschied zur UVG und BVG

  • UVG: Nur für Angestellte obligatorisch – Selbstständige müssen sich separat versichern. Deckt nur Unfall, nicht Krankheit.
  • BVG: Berufliche Vorsorge für Angestellte – Selbstständige sind nicht beitragspflichtig. Bei Invalidität gibt es eine Rente, aber erst nach langem Verfahren.
  • Private Einkommensausfallversicherung: Kombiniert Unfall und Krankheit, zahlt schnell und flexibel – die ideale Lösung für Selbstständige.

3. Drei konkrete Beispiele aus der Schweiz: So viel kostet der fehlende Schutz

Theorie ist gut, Praxis ist besser. Hier drei reale Szenarien, die zeigen, wie dramatisch die Lücke sein kann – und wie günstig die Absicherung ist.

Beispiel 1: Freelancerin aus Zürich – Miete nicht gedeckt

Anna M., 40 Jahre, freiberufliche Grafikerin in Zürich. Sie verdient im Schnitt 6.000 Franken netto pro Monat. Nach einem Autounfall ist sie drei Monate arbeitsunfähig. Die IV? Sie beantragt eine Rente, aber das Verfahren dauert über ein Jahr – und selbst dann bekäme sie maximal 1.500 Franken pro Monat. Ihre Miete beträgt 2.000 Franken, die Krankenkasse 500 Franken. Ohne Versicherung müsste sie ihre Ersparnisse aufbrauchen oder Schulden machen. Hätte sie eine private Einkommensausfallversicherung mit 150 Franken Tagegeld (ab 31. Tag) und einer Leistungsdauer von 720 Tagen, würde sie für die 60 Ausfalltage rund 9.000 Franken erhalten. Die Prämie: 70 Franken im Monat.

Beispiel 2: IT-Unternehmer aus Bern – Bandscheibenvorfall kostet 60 % Umsatz

Marco S., 48 Jahre, Inhaber einer kleinen IT-Firma in Bern. Nach einem Bandscheibenvorfall ist er sechs Monate arbeitsunfähig. Sein Jahresumsatz beträgt 180.000 Franken, aber ohne seine Arbeitskraft brechen die Einnahmen um 60 % ein. Die IV zahlt erst nach über einem Jahr und nur bei dauerhafter Invalidität. Marco muss seinen Betrieb aus Rücklagen finanzieren – und seine Familie. Eine Police mit 200 Franken Taggeldern hätte ihm in diesen sechs Monaten 36.000 Franken gebracht. Die Kosten: rund 120 Franken pro Monat. Ein lohnender Schutz.

Beispiel 3: Grafikerin aus Basel – günstige Police sichert Existenz

Nina K., 35 Jahre, Grafikerin in Basel. Sie schliesst eine private Einkommensausfallversicherung bei AXA ab: 80 Franken Prämie pro Monat für 150 Franken Tagegeld bei Krankheit ab dem 31. Tag, mit einer Leistungsdauer von 720 Tagen. Nach einem halben Jahr erkrankt sie an einer schweren Grippe und fällt drei Wochen aus (die Wartefrist von 30 Tagen verhindert eine Zahlung). Aber im zweiten Jahr erleidet sie eine Depression und ist vier Monate krankgeschrieben. Die Versicherung zahlt ab dem 31. Tag: 90 Tage × 150 Franken = 13.500 Franken. Ihre Existenz ist gesichert.

4. Fünf Gründe, warum jede Selbstständige diese Versicherung braucht

  • Kein Anspruch auf Krankentaggeld durch Arbeitgeber – Als Selbstständiger haben Sie keinen Chef, der Lohn fortzahlt. Sie müssen selbst vorsorgen. Die meisten KMU-Inhaber und Freelancer vergessen das.
  • Die IV deckt nur vollständige Invalidität ab – Teilinvalidität (z. B. 40 % Arbeitsunfähigkeit) oder kurze Ausfälle von Wochen oder Monaten sind nicht versichert. Eine private Police springt genau da ein.
  • Die Wartezeit bei der IV beträgt meist über ein Jahr – Bis zur Entscheidung müssen Sie überbrücken. Ohne Ersparnisse oder Kredit droht die Pleite. Eine private Versicherung zahlt bereits nach 30 Tagen.
  • Steuerlich abzugsfähig – Prämien für private Erwerbsausfallversicherungen können vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden (Kanton und Bund lassen das zu). Das senkt Ihre Steuerlast direkt.
  • Die Kosten sind gering im Verhältnis zum Risiko – Eine Police für 150 Franken Taggelder kostet oft unter 100 Franken pro Monat. Selbst bei 200 Franken Taggeldern sind es selten mehr als 150 Franken – weit weniger als der Verlust eines einzigen Ausfallmonats.

5. So finden Sie die passende Police – Tipps und Fallstricke

compare insurance policies Switzerland

Nicht jede Versicherung ist gleich. Achten Sie auf diese Punkte, um nicht in eine Kostenfalle zu tappen oder im Schadenfall leer auszugehen.

Wartefrist: Je kürzer, desto teurer – aber schnellerer Schutz

Die Wartefrist (Karenzzeit) ist der Zeitraum nach Beginn der Arbeitsunfähigkeit, in dem keine Zahlung erfolgt. Typische Werte sind 30, 60 oder 90 Tage. Je kürzer, desto höher die Prämie. Für Selbstständige, die keine Rücklagen haben, ist eine 30-Tage-Wartezeit meist sinnvoll. Beispiel: Bei Swiss Life kostet eine Police mit 30 Tagen Wartezeit rund 20 % mehr als mit 60 Tagen. Rechnen Sie durch: Können Sie zwei Monate ohne Einkommen überbrücken? Dann nehmen Sie 60 Tage.

Leistungsdauer: 720 Tage als Minimum – mehr ist besser

Die Leistungsdauer gibt an, wie lange die Versicherung maximal zahlt. Standard sind 720 Tage (ca. 2 Jahre). Bei schweren Erkrankungen wie Krebs kann das zu kurz sein. Besser sind 1.080 oder 1.500 Tage. Prüfen Sie bei Generali oder AXA, ob eine Verlängerung gegen Aufpreis möglich ist. Der Mehrpreis liegt oft bei 10–30 %.

Gesundheitsfragen ehrlich beantworten – sonst droht Leistungskürzung

Die Versicherung fragt nach Vorerkrankungen, Rauchgewohnheiten und psychischen Problemen. Antworten Sie wahrheitsgemäss. Verheimlichen Sie eine frühere Depression, kann die Versicherung im Schadenfall die Leistung kürzen oder ganz verweigern. Lassen Sie sich im Zweifel von einem Versicherungsvermittler beraten, der die Anträge kennt.

Deckt die Police psychische Erkrankungen ab?

Psychische Störungen wie Burnout oder Depressionen sind heute eine der häufigsten Ursachen für längere Arbeitsunfähigkeit. Nicht alle Policen schliessen sie ein. Fragen Sie explizit nach. Bei Vaudoise und Finlees gibt es Angebote, die psychische Erkrankungen mitversichern – oft gegen einen moderaten Zuschlag von 10–15 %.

6. Jetzt handeln: Sichern Sie Ihre Existenz schon heute

Sie haben jetzt die Fakten: Die staatliche Vorsorge reicht nicht, die private Einkommensausfallversicherung ist günstig und lebensrettend. Warten Sie nicht, bis der Ernstfall eintritt. Ein Bandscheibenvorfall oder eine Depression kann jeden treffen – und Sie als Selbstständiger haben kein Netz.

So gehen Sie vor:

  • Nutzen Sie einen unabhängigen Vergleichsdienst wie comparis.ch oder moneyland.ch. Dort können Sie Angebote von AXA, Swiss Life, Generali und vielen anderen binnen Minuten vergleichen.
  • Lassen Sie sich von einem Spezialisten für KMU beraten – z. B. von Finlees oder der Vaudoise Versicherung. Diese Spezialisten kennen die Fallstricke und finden die optimale Police für Ihre Branche.
  • Starten Sie noch diese Woche: Ein Online-Angebot einholen dauert nur 15 Minuten. Füllen Sie den Antrag aus, beantworten Sie die Gesundheitsfragen, und schon sind Sie geschützt. Die erste Prämie ist oft sofort fällig – aber das ist besser als ein Monat ohne Einkommen.

Ihre Existenz ist Ihr wertvollstes Gut. Schliessen Sie jetzt die unterschätzte Risikolücke – für 50 bis 150 Franken im Monat. Holen Sie sich noch heute ein unverbindliches Angebot ein! Ihr künftiges Ich wird es Ihnen danken.

Weitere Artikel