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Kupfer investieren: Die Schlüsselressource der Energiewende
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Kupfer investieren: Die Schlüsselressource der Energiewende

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Die Kupfernachfrage steigt rasant – getrieben von E-Mobilität und Energiewende. Erfahren Sie, wie Schweizer Anleger in Kupfer investieren und von der Rohstoffknappheit profitieren.

Stellen Sie sich vor: Jedes Elektroauto, jede Solaranlage, jedes Smartphone und jede Windturbine ist auf dasselbe rötlich glänzende Metall angewiesen. Die Internationale Energieagentur (IEA) prognostiziert, dass sich die globale Kupfernachfrage bis 2040 verdoppeln wird – getrieben von E-Mobilität, erneuerbaren Energien und dem Ausbau der Stromnetze. In der Schweiz investiert Swissgrid Milliarden in das «Strategische Netz 2025», das über 100'000 Tonnen Kupfer verschlingen wird. Der Kupferpreis selbst ist von 6'000 US-Dollar pro Tonne (2020) auf über 10'000 US-Dollar gestiegen – ein starker Trend, der für Schweizer Anleger neue Chancen eröffnet. Während Gold als sicherer Hafen gilt, wird Kupfer zum strategischen Rohstoff der Transformation. Die Frage ist nicht, ob Sie investieren sollten, sondern wie.

1. Warum Kupfer für Schweizer Anleger unverzichtbar wird

copper demand growth

Die Energiewende ist ohne Kupfer nicht denkbar. Jede Megawattstunde Wind- oder Solarenergie benötigt durchschnittlich 4 Tonnen Kupfer. Ein einziges Elektroauto enthält rund 80 Kilogramm Kupfer – viermal mehr als ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor. Hinzu kommt die Elektrifizierung der Wärmeversorgung: Wärmepumpen und Ladestationen treiben die Nachfrage zusätzlich. Die IEA rechnet mit einem Anstieg des jährlichen Kupferbedarfs von heute 25 Millionen Tonnen auf über 50 Millionen Tonnen im Jahr 2040.

Für Schweizer Anleger wird dieser Rohstoff aus mehreren Gründen relevant. Erstens ist die Schweiz aufgrund ihrer starken Industrie (Maschinenbau, Elektrotechnik, Metallverarbeitung) ein bedeutender Kupferverbraucher. Zweitens investieren hiesige Unternehmen massiv in die Netzinfrastruktur. Die Swissgrid beispielsweise plant für die nächsten fünf Jahre Investitionen von über 3 Milliarden Franken in Hochspannungsleitungen und Umspannwerke – ein Projekt, das riesige Kupfermengen bindet. Drittens steigt die Anzahl der Elektroautos in der Schweiz rasant: 2024 legte der Bestand um 40% zu. Jede öffentliche Ladestation enthält bis zu 5 Kilogramm Kupfer, jede Wallbox etwa 2 Kilogramm.

Der Kupferpreis hat diese Entwicklung bereits reflektiert: Von 6'000 US-Dollar pro Tonne im März 2020 stieg er bis März 2025 auf rund 9'500 US-Dollar. Analysten – etwa von Goldman Sachs und der Commerzbank – sehen weiteres Potenzial, insbesondere wegen des strukturellen Angebotsdefizits. Kupfer ist kein Hype, sondern eine Schlüsselressource, deren Nachfrage über Jahrzehnte gesichert scheint.

2. Kupfermarkt im Überblick: Angebot, Nachfrage und Preise

Der Kupfermarkt ist zweigeteilt: Auf der einen Seite steht eine boomende Nachfrage, auf der anderen ein angespanntes Angebot. Die grössten Kupferminen der Welt – Chuquicamata in Chile und Grasberg in Indonesien – fördern seit Jahren weniger, weil die Erzgehalte sinken und Investitionen in neue Minen ausbleiben. Laut der International Copper Study Group (ICSG) könnte das globale Angebotsdefizit bis 2025 auf 1,5 Millionen Tonnen anwachsen. Das ist mehr als die gesamte Jahresproduktion eines Landes wie Peru.

Die Folgen: Die Lagerbestände an den wichtigsten Börsen (London Metal Exchange, Shanghai Futures Exchange) sind auf dem niedrigsten Stand seit 15 Jahren. Gleichzeitig steigen die Produktionskosten: Energie, Arbeitskräfte und Umweltauflagen verteuern den Kupferabbau. Chile, das 27% der globalen Förderung stellt, kämpft mit Wasserknappheit und sozialen Konflikten. Peru liefert weitere 13% – auch dort erschweren politische Unruhen die Produktion. Geopolitische Risiken sind für Kupferinvestoren daher ein ständiger Begleiter.

Aktuell notiert der Kupferpreis um 9'500 US-Dollar pro Tonne (Stand März 2025). Die Tendenz ist leicht steigend, aber kurzfristige Schwankungen sind normal. Wichtig: Im Jahr 2020 fiel der Preis pandemiebedingt um 25% – eine Erinnerung daran, dass Rohstoffinvestments volatil sein können. Dennoch sehen viele Analysten einen langfristigen Aufwärtstrend, gestützt durch die Nachfrage aus der Energiewende und den begrenzten neuen Minenprojekten.

3. Drei Wege, in Kupfer zu investieren – für Schweizer Anleger

Schweizer Anleger haben mehrere Möglichkeiten, direkt oder indirekt von der Kupfernachfrage zu profitieren. Wir stellen die drei gängigsten vor – mit konkreten Produkten und Hinweisen für die Umsetzung.

a) Kupfer-ETFs und ETCs

Der einfachste Weg ist ein börsengehandeltes Produkt, das die Preisentwicklung von Kupfer abbildet. Der Xtrackers Physical Copper ETC (ISIN: DE000A1K2JX5) ist an der SIX Swiss Exchange handelbar und physisch hinterlegt. Das heisst, der Emittent kauft tatsächlich Kupferbarren und lagert sie ein. Ein weiterer ETF ist der iShares Copper Miners ETF (ISIN: IE00B6YWYJ3), der in Aktien von Kupferproduzenten investiert – eine indirekte, aber gestreute Beteiligung. Beide Produkte eignen sich für den Depotkauf bei einem Schweizer Anbieter wie Swissquote, PostFinance oder Ihrer kantonalen Bank.

  • Konkreter Schritt 1: Vergleichen Sie die Kostenquoten (TER) der Kupfer-ETCs. Der Xtrackers ETC kostet 0,65% pro Jahr, der iShares ETF 0,55% – beide fair.
  • Konkreter Schritt 2: Handeln Sie an der SIX Swiss Exchange, um Devisengebühren zu sparen. Die meisten Kupfer-ETFs sind in US-Dollar notiert – prüfen Sie die Währungskosten.

b) Aktien von Kupferproduzenten

Wer zusätzlich Dividenden und operative Hebelwirkung wünscht, kann in Förderunternehmen investieren. Freeport-McMoRan (WKN: 896621) ist der grösste börsennotierte Kupferproduzent der Welt, mit Minen in Nord- und Südamerika. Die Aktie bietet eine Dividendenrendite von rund 1,5% und einen direkten Bezug zum Kupferpreis. BHP Group (WKN: 908101) ist ein diversifizierter Bergbaukonzern, der auch Kupfer fördert, dazu Eisen, Kohle und Nickel. BHP hat einen stärkeren Nachhaltigkeitsfokus und schüttet regelmässig Dividenden aus (aktuell ca. 4%).

  • Konkreter Schritt 1: Achten Sie auf die Kostenquote von Aktien-ETFs wie dem iShares Copper Miners ETF – er hält 35 Unternehmen und reduziert das Einzelrisiko.
  • Konkreter Schritt 2: Nutzen Sie ein Depot mit niedrigen Ordergebühren (z. B. Swissquote ab 9 Franken pro Trade) für den Aufbau einer Position.

c) Physisches Kupfer

Theoretisch können Sie Kupfer auch in Barren kaufen, etwa über Edelmetallhändler wie Philoro in Zürich. Praktisch ist dies für Kleinanleger aber kaum sinnvoll: Eine Tonne Kupfer (Wert knapp 10'000 Franken) wiegt 1'000 Kilogramm und benötigt einen trockenen, gut belüfteten Lagerraum. Hinzu kommen Mehrwertsteuer von 8,1% (Silber und Gold sind steuerfrei, Kupfer nicht) und hohe Transaktionskosten. Für Privatanleger ist der physische Kauf daher nicht empfehlenswert. Setzen Sie lieber auf die ersten beiden Wege.

4. Kupfer und die Energiewende: Warum die Schweiz profitiert

Die Schweiz ist kein Kupferproduzent, aber ein grosser Verbraucher und ein wichtiger Finanzstandort für Rohstoffinvestments. Der Netzausbau durch Swissgrid – das Projekt «Strategisches Netz 2025» – benötigt über 100'000 Tonnen Kupfer allein für neue Leitungen, Transformatoren und Umspannwerke. Dieses Kupfer wird grösstenteils importiert, aber die Investitionen kommen der Schweizer Bau- und Elektrobranche zugute.

Parallel dazu wächst die Elektromobilität rasant. Die Schweiz zählte Ende 2024 rund 350'000 reine Elektroautos – ein Plus von 40% gegenüber dem Vorjahr. Jedes dieser Fahrzeuge erfordert eine Ladestation zu Hause, am Arbeitsplatz oder im öffentlichen Raum. Öffentliche Ladestationen enthalten bis zu 5 Kilogramm Kupfer; allein für den Ausbau des Schweizer Netzes sind Zehntausende neuer Standorte geplant. Auch bei Solaranlagen ist der Bedarf gross: Ein Megawatt Photovoltaik benötigt durchschnittlich 4 Tonnen Kupfer für Kabel, Wechselrichter und Erdungsanlagen. Mit dem erwarteten Zuwachs an Schweizer Solarleistung (plus 1,5 Gigawatt pro Jahr) steigt der jährliche Kupferverbrauch auf über 6'000 Tonnen.

Für Anleger bedeutet dies: Die Schweizer Wirtschaft ist ein starker Nachfragetreiber. Neben den genannten Direktinvestments bieten sich auch Aktien von Schweizer Unternehmen an, die von der Kupfernachfrage profitieren – etwa ABB (Elektrotechnik, stark im Netzausbau) oder Siemens Schweiz (Automation, Energie). Diese Titel sind weniger rohstoffabhängig, aber sie partizipieren am Trend.

5. Risiken für Kupferinvestoren – was Sie beachten sollten

copper price volatility

Kupfer ist kein Selbstläufer. Drei Risiken sollten Sie vor dem Einstieg kennen:

1. Preisvolatilität: Der Kupferpreis reagiert stark auf Konjunkturdaten. Im März 2020 fiel er kurzfristig um 25%, weil die Corona-Pandemie die Industrieproduktion lahmlegte. Ein globaler Wirtschaftsabschwung oder eine Rezession in China (grösster Kupferverbraucher) kann den Preis innerhalb von Wochen um 20–30% nach unten treiben. Rohstoffe sind zyklisch – das sollten Sie in Ihrem Depot einkalkulieren.

2. Substitutionsrisiko: In einigen Anwendungen wird Kupfer durch günstigere Materialien ersetzt. Aluminium wird zunehmend in Kabeln für Hochspannungsleitungen verwendet, weil es leichter und billiger ist. Auch Glasfaser ersetzt in der Datenübertragung immer mehr das Kupferkabel. Zwar wird in der Energietechnik Kupfer wegen seiner Leitfähigkeit kaum substituierbar sein, aber ein Teil des Wachstums könnte durch alternative Werkstoffe gebremst werden.

3. Geopolitische Abhängigkeit: Über 40% der weltweiten Kupferproduktion stammt aus Chile und Peru. Beide Länder kämpfen mit politischen Instabilitäten, Streiks und Forderungen nach höheren Steuern. Im Jahr 2023 legten Streiks in Chile mehrere Minen lahm, was den Preis kurzfristig um 10% nach oben trieb – aber die Unsicherheit kann auch zu Produktionsausfällen führen, die Anleger treffen. Konflikte in anderen Förderländern wie der Demokratischen Republik Kongo oder Sambia verschärfen die Lage.

Um diese Risiken zu mindern, empfehlen wir: Investieren Sie breit gestreut über einen ETF, der mehrere Produzenten abdeckt. Setzen Sie Kupfer als Teil eines diversifizierten Rohstoffportfolios ein – etwa 5–10% des Rohstoffanteils, kombiniert mit Gold (Absicherung) und Silber (Industrie- und Wertspeicher).

6. Jetzt handeln: So starten Sie Ihr Kupfer-Investment

Bereit für den Einstieg? Hier ist Ihr konkreter Fahrplan, abgestimmt auf die Schweizer Bankenlandschaft:

Schritt 1: Depot eröffnen
Falls Sie noch kein Wertschriftendepot besitzen, wählen Sie einen Schweizer Anbieter: Swissquote bietet eine breite Palette an Rohstoff-ETFs, inklusive Kupfer, mit transparenten Gebühren (9 Franken pro Trade). Auch die kantonale Bank Ihrer Wahl (z.B. Zürcher Kantonalbank, Berner Kantonalbank) ist geeignet – die Kosten sind oft ähnlich, aber die Beratung persönlicher. Achten Sie auf eine tiefe Depotgebühr und die Möglichkeit, Fremdwährungen zu handeln.

Schritt 2: Produkt wählen
Für den Start empfehlen wir den Xtrackers Physical Copper ETC (ISIN: DE000A1K2JX5). Er bildet den Kupferpreis exakt ab und kostet 0,65% pro Jahr. Kaufen Sie ihn an der SIX Swiss Exchange unter dem Kürzel XCA0.

Schritt 3: Position aufbauen und diversifizieren
Kaufen Sie in regelmässigen Abständen, um den Durchschnittspreis zu glätten. Nutzen Sie Sparpläne, falls Ihr Anbieter diese für ETFs anbietet. Ergänzen Sie Ihr Engagement mit Aktien von ABB oder BHP für eine breitere Basis. Jetzt investieren – Ihr Depot wartet auf die nächste Kupferrallye.

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