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Gold-ETFs: Die besten Fonds für Schweizer Anleger im Vergleich
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Gold-ETFs: Die besten Fonds für Schweizer Anleger im Vergleich

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Goldpreis +50% seit 2020: Gold-ETFs ideal für Schweizer. Vergleich zeigt beste Produkte, Kosten und Steuervorteile – mit konkreten Empfehlungen.

Stellen Sie sich vor: Der Goldpreis hat zwischen 2020 und 2024 um rund 50 % zugelegt – ein beeindruckender Lauf, der viele Anleger aufhorchen lässt. Während der Schweizer Franken als vermeintlich sichere Währung gilt, zeigt gerade diese Entwicklung, wie Gold als Inflationsschutz und Portfolio-Stabilisator wirkt. Für Schweizer Privatanleger bieten sich Gold-ETFs als ideale Lösung an: kostengünstig, jederzeit handelbar und ohne die Nachteile physischer Verwahrung. In diesem Vergleich erfahren Sie, welche Produkte für Ihr Depot wirklich sinnvoll sind und wie Sie Gold-ETFs steueroptimiert in Ihre Anlagestrategie integrieren.

Warum Gold-ETFs in Ihr Portfolio gehören

Gold gilt seit Jahrtausenden als Wertaufbewahrungsmittel. In den letzten Jahren hat sich diese Rolle eindrucksvoll bestätigt. Während Inflation die Kaufkraft vieler Währungen aushöhlte, stieg der Goldpreis von rund 1'500 USD pro Unze Anfang 2020 auf über 2'200 USD Mitte 2024. Auch in Schweizer Franken gerechnet ergab sich eine deutliche Wertsteigerung – trotz des starken Frankens.

Für Schweizer Anleger bieten Gold-ETFs mehrere Vorteile gegenüber physischem Gold in Barren oder Münzen. Erstens entfällt die aufwändige Lagerung in einem Banksafe oder zu Hause. Zweitens sind Gold-ETFs an der Börse liquid handelbar – Sie können Anteile jederzeit über Ihre Handelsplattform wie Swissquote, PostFinance oder Cornèrtrader kaufen und verkaufen. Drittens sind die Kosten deutlich tiefer als bei physischem Gold, wo Spreads (Differenz zwischen Geld- und Briefkurs) sowie Aufschläge und Mehrwertsteuer anfallen.

Ein weiterer Aspekt: Die Schweiz hat eine einzigartige Position als globales Goldhandelszentrum. Rund 20 % des weltweiten Goldes wird in der Schweiz umgeschlagen. Daher sind viele Gold-ETFs mit physischer Hinterlegung in Schweizer Tresoren besonders attraktiv – sie verbinden lokale Sicherheit mit internationaler Geltung.

Die Fakten auf einen Blick

  • Goldpreis-Entwicklung: +50 % von 2020 bis 2024 (in USD), auch in CHF positiv.
  • Kostenvergleich: Gold-ETFs oft TER unter 0,40 %, physisches Gold verursacht Lagerkosten und Spreads von 2–5 %.
  • Liquidität: ETFs wie der ZKB Gold ETF (ISIN CH0025421115) haben tägliche Umsätze in Millionenhöhe.
  • Steuerliche Behandlung: Gold-ETFs unterliegen der Vermögenssteuer, aber Kursgewinne sind steuerfrei.

Die besten Gold-ETFs für Schweizer Anleger

Nicht jeder Gold-ETF ist für Schweizer Anleger gleich gut geeignet. Entscheidend sind Faktoren wie Währung, Domizil des Fonds, Emittentenbonität und Kosten. Nachfolgend die vier aus unserer Sicht überzeugendsten Produkte – alle an Schweizer Börsen handelbar.

ZKB Gold ETF – der Schweizer Favorit

Der ZKB Gold ETF (ISIN CH0025421115) ist der wohl bekannteste Gold-ETF der Schweiz. Mit einer TER von nur 0,20 % und einem Fondsvolumen von über 1,2 Milliarden Franken zählt er zu den günstigsten und liquidesten Produkten. Das Besondere: Das Gold wird physisch in Zürich gelagert – genauer gesagt im Tresor der Zürcher Kantonalbank. Dies gibt Anlegern ein hohes Mass an Sicherheit, da die Schweiz als politisch und rechtlich stabil gilt. Zudem ist der ETF auf Schweizer Franken lautend, sodass kein Wechselkursrisiko zum Dollar entsteht.

iShares Physical Gold ETC – globale Liquidität

Der iShares Physical Gold ETC (ISIN IE00B4ND3602) von BlackRock ist der weltgrösste physisch gedeckte Gold-ETF mit einem Volumen von über 20 Milliarden USD. Die TER beträgt 0,20 %, die Liquidität ist exzellent. Allerdings ist der ETC auf USD basiert. Für Schweizer Anleger bedeutet dies: Bei einer Aufwertung des Frankens um 10 % verliert die Anlage in Franken 10 % an Wert. Dennoch bietet iShares eine extrem breite Streuung des Kontrahentenrisikos, da das Gold in Tresoren in London, New York und Zürich lagert.

Xetra-Gold – die Euro-Alternative

Xetra-Gold (ISIN DE000A0S9GB0) ist ein in Deutschland aufgelegter Gold-ETF mit physischer Hinterlegung in Frankfurt. Die TER liegt mit 0,36 % etwas höher, aber das Produkt ist in Euro notiert. Für Anleger, die bereits Euro-Bestände haben oder eine weitere Währungsdiversifikation wünschen, kann Xetra-Gold sinnvoll sein. Zudem geniesst der ETF eine hohe Akzeptanz bei deutschen und österreichischen Anlegern, was die Liquidität stützt. Allerdings ist der Fonds nicht in Schweizer Franken handelbar – Sie müssen an der Börse Frankfurt oder via Xetra kaufen, was über Schweizer Handelsplattformen möglich ist.

Julius Bär Gold ETF – eine weniger bekannte Option

Der Julius Bär Gold ETF (ISIN CH0270622624) wird von der bekannten Schweizer Privatbank aufgelegt. Mit einer TER von 0,40 % und einem Fondsvolumen von rund 300 Millionen Franken ist er kleiner und teurer als die Konkurrenz. Dennoch punktet er mit vollständig physischer Hinterlegung in Zürich und einer guten Bonität des Emittenten (Julius Bär, Rating A). Für Anleger, die eine enge Beziehung zu ihrer Hausbank pflegen, kann dieser ETF eine sinnvolle Ergänzung sein.

Vergleichstabelle der wichtigsten Kennzahlen

  • ZKB Gold ETF: TER 0,20 %, Volumen >1,2 Mrd. CHF, physisch in Zürich, CHF-Basis.
  • iShares Physical Gold ETC: TER 0,20 %, Volumen >20 Mrd. USD, physisch global, USD-Basis.
  • Xetra-Gold: TER 0,36 %, Volumen >4 Mrd. EUR, physisch Frankfurt, EUR-Basis.
  • Julius Bär Gold ETF: TER 0,40 %, Volumen ~300 Mio. CHF, physisch Zürich, CHF-Basis.

Physisch gedeckt oder synthetisch?

physical gold storage vault

Eine fundamentale Unterscheidung bei Gold-ETFs ist, ob sie physisch oder synthetisch aufgelegt sind. Physisch gedeckte ETCs (Exchange Traded Commodities) besitzen echtes Gold in Tresoren – der Anleger hat einen direkten Anspruch auf das Metall. Bei synthetischen ETCs wird der Goldpreis über Derivate (Swaps) abgebildet. Für Schweizer Anleger ist die Wahl klar: physisch gedeckte Produkte bieten ein geringeres Kontrahentenrisiko und steuerliche Vorteile.

Warum physische Deckung bei Schweizer Anlegern dominiert

Die FINMA reguliert Gold-ETCs in der Schweiz als strukturierte Produkte. Emittenten benötigen eine Banklizenz und unterliegen strengen Auflagen. Dennoch bleibt ein synthetischer ETF ein Vertrag mit dem Emittenten – fällt dieser aus, droht der Totalverlust. Zwar haben ZKB und BlackRock exzellente Ratings (AAA bzw. AA), aber gerade bei kleineren Emittenten ist Vorsicht geboten.

Steuerlich sind physisch gedeckte Produkte in der Schweiz vorteilhafter. Während synthetische Fonds als Wertpapiere der Einkommenssteuer unterliegen können, behandelt die Steuerverwaltung physisch gedeckte Gold-ETFs als indirektes Eigentum am Gold. Kursgewinne sind daher steuerfrei. Allerdings unterliegt die Anlage der Vermögenssteuer – wie Goldbarren auch. Bei einer allfälligen physischen Auslieferung des Goldes würde die Mehrwertsteuer von 8,1 % fällig – dies sollte vermieden werden.

Empfehlung für die Praxis

  • Setzen Sie auf physisch gedeckte Gold-ETFs mit Lagerung in der Schweiz (z.B. ZKB Gold ETF).
  • Meiden Sie synthetische Produkte – das Risiko lohnt sich bei den geringen Kostenvorteilen nicht.
  • Prüfen Sie die Emittentenbonität: Zürcher Kantonalbank (AAA) und BlackRock (AA) sind erstklassig.

Kosten und Steuern im Detail

Gold-ETFs gelten als kostengünstig – doch die tatsächliche Belastung setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen. Nebst der TER (Total Expense Ratio) fallen Spreads beim Kauf und Verkauf an. Schweizer Anleger müssen zudem die Vermögenssteuer berücksichtigen.

Die Kostenfalle: TER und Spreads

Die TER liegt bei den Top-Produkten zwischen 0,20 % (ZKB, iShares) und 0,40 % (Julius Bär). Das ist günstig, aber nicht alles. Beim Handel über die Börse entsteht ein Spread zwischen Geld- und Briefkurs. Bei liquiden ETF wie dem ZKB Gold ETF beträgt dieser meist unter 0,5 % – bei kleinen Produkten kann er auf 1–2 % steigen. Zusätzlich verlangen Handelsplattformen eine Courtage, die bei Online-Plattformen wie Swissquote rund 0,1 % beträgt.

Ein Beispiel: Sie investieren 10'000 Franken in den ZKB Gold ETF. TER: 20 Franken pro Jahr. Spread beim Kauf: ca. 50 Franken (0,5 %). Courtage: ca. 10 Franken. Im ersten Jahr fallen somit etwa 80 Franken an, danach nur noch die TER von 20 Franken. Zum Vergleich: Der Kauf einer Unze Gold als Barren würde Sie mit Aufschlag (3 %) und Mehrwertsteuer (8,1 %) rund 300 Franken mehr kosten.

Steuerliche Behandlung in der Schweiz

  • Vermögenssteuer: Gold-ETFs unterliegen der kantonalen Vermögenssteuer (ca. 0,3–0,5 % des Wertes pro Jahr).
  • Einkommenssteuer: Kursgewinne aus Gold-ETFs sind steuerfrei, da Gold als Privatvermögen gilt.
  • Mehrwertsteuer: Bei Verkauf des ETF ohne physische Auslieferung fällt keine MWST an. Nur wenn Sie das Gold tatsächlich ausliefern lassen, sind 8,1 % fällig.
  • Verrechnungssteuer: Gold-ETFs zahlen keine Dividenden, daher entfällt die Verrechnungssteuer.

Für Anleger im Kanton Zürich (Vermögenssteuersatz ca. 0,3 %) ergibt sich bei einem Gold-ETF-Volumen von 10'000 Franken eine jährliche Steuerlast von rund 30 Franken. Zusammen mit den ETF-Kosten (20 Franken TER) bleiben die Gesamtkosten unter 100 Franken pro Jahr – ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Risiken richtig einschätzen

Gold-ETFs sind nicht risikolos. Anleger müssen vier Hauptrisiken kennen: Kontrahentenrisiko, Liquiditätsrisiko, Wechselkursrisiko und Preisrisiko. Eine ausgewogene Beimischung ins Portfolio hilft, diese Risiken zu kontrollieren.

Kontrahentenrisiko – Wie sicher ist Ihr Emittent?

Ein ETC ist eine Schuldverschreibung des Emittenten. Fällt dieser aus, haben Sie – anders als bei einem Fonds – keinen direkten Eigentumsanspruch auf das Gold. Die Praxis zeigt jedoch: Die grossen Emittenten wie ZKB (AAA-Rating) oder BlackRock (AA) gelten als extrem sicher. Zudem sind physisch gedeckte ETCs oft durch separate Treuhandkonten geschützt. Dennoch: Streuen Sie Ihr Risiko, indem Sie nicht alles auf einen Emittenten setzen.

Liquiditätsrisiko – Handelbarkeit jederzeit?

Grosse Gold-ETFs wie der iShares Physical Gold oder der ZKB Gold ETF haben täglich Millionenumsätze – Sie können jederzeit zu fairen Preisen handeln. Kleinere Produkte, etwa der Julius Bär Gold ETF, sind dünner gehandelt. In Stressphasen kann der Spread deutlich ausweiten. Unsere Empfehlung: Setzen Sie auf die beiden liquidesten Produkte.

Wechselkursrisiko – Der Franken als Doppelschneide

Die meisten Gold-ETFs sind in USD notiert (z.B. iShares). Der Schweizer Franken hat in den letzten Jahren tendenziell aufgewertet. Ein Beispiel: Steigt der Goldpreis um 10 % in USD, der Franken aber gleichzeitig um 10 % gegenüber dem Dollar, bleibt in Franken gerechnet die Rendite bei null. Deshalb ist der ZKB Gold ETF in CHF besonders attraktiv für Schweizer Anleger – er eliminiert das Wechselkursrisiko.

Preisrisiko – Gold ist kein Selbstläufer

Gold kann auch fallen. 2013 verlor der Goldpreis rund 28 %, von 1'670 USD auf 1'200 USD. Ein Portfolio, das zu 100 % in Gold investiert, erlebt dann einen massiven Wertverlust. Daher empfehlen wir einen Gold-Anteil von 5–10 % im Gesamtportfolio. Diese Beimischung senkt die Volatilität des Gesamtdepots, da Gold sich oft gegenläufig zu Aktien entwickelt.

Fazit: So integrieren Sie Gold-ETFs in Ihr Schweizer Portfolio

Gold-ETFs sind für Schweizer Privatanleger ein ideales Instrument, um von der Wertentwicklung des Edelmetalls zu profitieren – ohne die Nachteile physischer Lagerung. Die Auswahl ist gross, aber nicht jedes Produkt eignet sich für jeden. Unser klarer Favorit ist der ZKB Gold ETF: tiefe Kosten, physische Lagerung in Zürich und ohne Wechselkursrisiko in Franken. Falls Sie eine breitere Diversifikation wünschen, ergänzen Sie mit dem iShares Physical Gold ETC. Handeln Sie jetzt: Entscheiden Sie sich für einen der empfohlenen Gold-ETFs und sichern Sie Ihr Portfolio gegen Inflation und Währungsrisiken ab. Bei Fragen zu Ihrer persönlichen Strategie beraten wir Sie gern – kontaktieren Sie uns für ein unverbindliches Gespräch.

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